Scheinwerfermuseum

Die Entstehung des „Museumsgang Gerriets“

Eigentlich ist die Firma Gerriets ein Spezialist für Bühnen- und Veranstaltungsbedarf, insbesondere im textilen Sektor. Auch wenn die Produktpalette ständig ausgeweitet wird, gehören Bühnenbeleuchtungen nicht zum Portfolio des Unternehmens.
 

Der 2013 verstorbene Walter Gerriets, gehörte zu den Gründungsmitgliedern und ersten Vorsitzenden des „Fördervereins zum Erhalt historischer Theatertechnik und -Architektur e.V.“, einem der beiden Vorgängervereine der heutigen „Initiative TheaterMuseum Berlin e.V.“, deren Ehrenvorsitzender er wurde. Er bot vor rund 20 Jahren Räumlichkeiten im Elsässer Werk des Baden-Württembergischen Unternehmens an, um Scheinwerfer und andere Bühnenbeleuchtungsgeräte, sowie Regelanlagen unter zu bringen, die von zahlreichen Mitgliedern des Fördervereins vor der Verschrottung gerettet wurden. Daraus entstand die Sammlung „Museumsgang Gerriets“ in Volgelsheim.
 

Ab 2001 ist es der „Gruppe Volgelsheim“ bestehend aus Albert Henrich (Beleuchtungsmeister, i.R.) Dieter Frank (Beleuchtungsmeister, i.R.) sowie Klaus Viehl (Elektrotechniker) und Reiner Viehl (Diplom Ingenieur Maschinenbau) zu verdanken, dass diese Sammlung, archiviert, dokumentiert und stetig gepflegt wird. Sehr viele der Exponate sind noch voll funktionsfähig. Und weitere Geräte warten auf die Instandsetzung.

Klaus Viehl und Reiner Viehl kümmern sich im Besonderen um die Funktionalität der Exponate. Durch die beiden Herren wurde vor kurzem ein Projektionsgerät für ziehende und steigende Wolken, welches 1933 in Bayreuth inventarisiert wurde und über die Firma BBS nach Volgelsheim gelangte, wieder voll funktionsfähig gemacht.
 

Dieter Frank und Albert Henrich erarbeiten jedoch auch Hintergrundinformationen zur Funktionsweise und dem konkreten Einsatz auf und hinter der Bühne. Eine begonnene Sammlung von Scheinwerferlampen wird inventarisiert, gleichzeitig suchen die Mitglieder der „Gruppe Volgelsheim“ weiter nach älteren Lampen aus dem Bereich Theater und Fernsehen.

Es entstand eine ausführliche Katalogisierung, die als hervorragende Grundlage für eine museale Präsentation im größeren Maßstab gelten kann. Auch kommen neue kurze Aufsätze allgemeiner Natur zum Thema dazu. Darüber hinaus wird die Geschichte der Hersteller und ihrer Erfinder dargestellt.