
Studio Museum in Harlem - New York City, USA
- Kunde
Studio Museum in Harlem
- Standort
New York City, USA
- Architekten
Adjaye Associates / Cooper Robertson
- Berater
Fisher Dachs Associates
- Montage
Texas Scenic Company
Im November 2025 eröffnete das Studio Museum in Harlem seinen neuen Standort an der West 125th Street. Der von Adjaye Associates entworfene, siebengeschossige Neubau mit rund 7.600 m² Nutzfläche verdoppelt nahezu die bisherige Museumsfläche und bietet Raum für neue Ausstellungen, Künstlerateliers sowie Bildungs- und Veranstaltungsbereiche. Damit setzt das Museum seine Entwicklung zu einer international bedeutenden Institution für Kunst von Künstlerinnen und Künstlern afrikanischer Herkunft fort.
Im Erdgeschoss bildet der sogenannte „The Stoop“ das öffentliche Herzstück des Gebäudes. Inspiriert von den charakteristischen Hauseingängen Harlems dient der multifunktionale Raum als Ort der Begegnung und bietet Platz für Vorträge, Performances, Filmvorführungen, Workshops und weitere Veranstaltungen. Seine flexible Gestaltung ermöglicht eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Nutzungen.
Um diese Vielseitigkeit zu gewährleisten, entwickelte Gerriets gemeinsam mit Adjaye Associates und Fisher Dachs Associates ein maßgeschneidertes System zur akustischen und visuellen Abtrennung des Raumes.
Die Lösung umfasst drei individuell bedruckte, siebenlagige Schallschutzvorhänge von Gerriets auf automatisierten Schienensystemen. Die Anlagen wurden exakt an die Architektur angepasst und messen bis zu 37,2 × 7,0 m. Jeder Vorhang trägt ein von Adjaye Associates entworfenes grafisches Motiv, das mit Metallic-Goldtinte aufgebracht wurde.
Beim Schließen fahren die Vorhänge entlang speziell angefertigter, gebogener Schienen und verwandeln den offenen Eingangsbereich per Knopfdruck in einen abgeschlossenen Veranstaltungsraum. Gleichzeitig verdunkeln sie die zweigeschossige Glasfassade und schaffen eine wirksame akustische und visuelle Trennung zu den angrenzenden Erschließungsbereichen.
So kann „The Stoop“ flexibel zwischen offenem Begegnungsraum und intimem Veranstaltungsort wechseln. Das Projekt zeigt, wie sich architektonisches Konzept und innovative Bühnentechnik zu einer funktionalen und gestalterisch überzeugenden Gesamtlösung verbinden.











